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Persönlich
Rolf Steinhäuser . . . verstärkt Kölner Bischofsteam

Da sage noch einer, Düsseldorfer würden in Köln schäl angesehen. Jetzt macht schon der zweite Alt-Trinker in der Kölsch- und Kirchenmetropole Köln Karriere. Nach dem Düsseldorfer Heiner Koch, der es über die Domstadt bis zum Erzbischof in Berlin gebracht hat, rückt jetzt der langjährige Stadtdechant Rolf Steinhäuser ins Bischofsamt auf. Wie Koch gehört Steinhäuser zu Meisners Besten, zum kleinen Kreis der Vertrauten des inzwischen greisen Kölner Kardinals, der offensichtlich seine Lieben auch als Pensionär noch zu platzieren weiß. Der amtierende Erzbischof Woelki, Meisners Meisterschüler, wird sich dem Wunsch seines Lehrvaters gern gebeugt haben, schließlich schätzt er seinen kirchlichen Weggefährten Steinhäuser sehr. Denn Woelki war in seiner Zeit als Weihbischof für Düsseldorf zuständig und Steinhäuser ein loyaler Statthalter. Den holt sich Woelki jetzt mit dem Segen des Papstes in den engsten Führungskreis des Erzbistums. Er gewinnt damit einen kommunikationsstarken Mitstreiter, der als Prediger von der Kanzel ebenso überzeugen kann wie im persönlichen Gespräch. Steinhäuser ist nah bei den Menschen, ein Verfechter der Ökumene, ein Freund des Brauchtums. Er liebt Düsseldorf, lebt in Köln und lacht gern - wie die Karnevalisten in beiden Städten. Humor und Einfühlungsvermögen wird der neue Oberhirte brauchen. Als Reise-Bischof ist Steinhäuser auserkoren, neben der frohen Botschaft der christlichen Lehre auch manche bittere Wahrheit der kirchlichen Realität zu verkünden. Dabei geht es um Löcher in Kassen und Kirchendächern ebenso wie um Priestermangel und Laienverdruss. Steinhäuser kennt die Nöte und Sorgen der Gemeinden aus eigener Erfahrung. Er weiß aber auch, wie er mit Offenheit und Herzlichkeit begeistern kann. Düsseldorf kann sich mit Köln über eine gute Wahl freuen. Glückwunsch, Herr Bischof!

Horst Thoren

Quelle: RP
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