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Rot-grüne Machtreflexe

Inhaltlich hat die rot-grüne Koalition in NRW nichts mehr zu bieten. Nicht einmal auf ihren Landesparteitagen waren die Regierungsparteien am Wochenende in der Lage, auch nur eine neue Vision für NRW zu entwickeln. Acht Jahre Gymnasium oder neun? Konzepte gegen das wirtschaftliche Null-Wachstum? Neue Antworten auf die veraltete Infrastruktur im Lande? Oder auf die wachsende Wohnungsnot in den Ballungsräumen? Fehlanzeige. Kein einziger neuer Impuls für das Land. Stattdessen hier wie da stereotype Beweihräucherung der Regierungsarbeit und das Abspulen längst bekannter Forderungen. Machtreflexe statt Politik. Von Thomas Reisener

Diese Machtreflexe funktionieren bei der SPD allerdings besser als bei den Grünen. Die Sozialdemokraten schicken Kraft mit einem furiosen Wahlergebnis wenigstens gestärkt in den Wahlkampf. Die Grünen hingegen haben ihre ohnehin schon beschädigte Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann mit einem fast peinlichen Wahlergebnis noch weiter geschwächt. "Ehrlich" nannte Löhrmann das. Das ist es auch. Aber anders, als Löhrmann das meint.

Quelle: RP
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