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Kommentar
RWE, das reicht nicht

Meinung Vier Jahre nach Fukushima und der überhasteten deutschen Energiewende baut auch RWE um. Die Pläne von Vorstandschef Peter Terium sind zwingend: Der zweitgrößte deutsche Energiekonzern hat in den glorreichen Zeiten des Strom-Oligopols ein Gewirr von Tochterunternehmen mit entsprechend vielen Vorstands- und Aufsichtsratspöstchen errichtet. Es wird höchste Zeit, die Organisation zu straffen und die Kosten zu senken. Von Antje Höning

Im Vergleich zum Branchenprimus Eon, der mit der Abspaltung seiner Kraftwerkssparte auf einen Sturm der Veränderung setzt, kommt aus Essen jedoch nur ein laues Lüftchen. Auch wenn sich erst noch zeigen wird, ob Eons Rechnung aufgeht, falls der Konzern die Steuerzahler nicht für die Altlasten der Atomkraft in die Pflicht nehmen kann: Was Terium sich gestern von seinem Aufsichtsrat genehmigen ließ, reicht nicht, um RWE auf Dauer überleben zu lassen. Was RWE braucht, ist ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell - und das muss auch mehr umfassen als die nächste Runde Stellenabbau, die der gelernte Controller Terium verbal bereits vorbereitet.

Quelle: RP
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