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Düsseldorf
Salafist Sven Lau steht in Düsseldorf vor Gericht

Düsseldorf. Morgen beginnt im Hochsicherheitstrakt des Düsseldorfer Oberlandesgerichts der Prozess gegen Deutschlands wohl bekanntesten Salafisten: Sven Lau, Ex-Feuerwehrmann aus Mönchengladbach, brachte seine Botschaften bei Demonstrationen, in Moscheen und in Internet-Videoauftritten unter die wachsende Schar islamistischer Anhänger. Er gilt als Initiator der "Scharia-Polizei" in Wuppertal. Seit neun Monaten sitzt Lau in Untersuchungshaft.

Die Bundesanwaltschaft hat Lau als mutmaßlichen Unterstützer der syrischen Terrormiliz Jamwa ("Armee der Auswanderer und Helfer") angeklagt. Der Staatsschutzsenat unter Vorsitz von Richter Frank Schreiber würde unter Umständen sogar noch einen Schritt weiter gehen. Aus Sicht des Senats kommt auch eine Verurteilung als Terrorist in Betracht.

Dass aus Laus Umfeld junge Männer nach Syrien verschwinden, war dem Verfassungsschutz, der Lau seit Jahren beobachtet, schon vor geraumer Zeit aufgefallen. Doch der Islamist hatte den Verdacht, mit Terroristen unter einer Decke zu stecken, weit von sich gewiesen. Als er im Frühjahr 2015 verhaftet wurde, kam er nach einigen Wochen aus der U-Haft frei - die Beweislage war zu dünn. Inzwischen sieht sich die Bundesanwaltschaft ausreichend gewappnet. Fast 80 Seiten stark sind die Anklagevorwürfe gegen Lau. 30 Verhandlungstage hat das Gericht bis Mitte Januar angesetzt.

Quelle: RP
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