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Bonn/Berlin
Saudi-Arabien schließt Fahd-Akademie in Bonn

Bonn/Berlin. Die von Saudi-Arabien finanzierte König-Fahd- Akademie in Bonn soll geschlossen werden. Die Entscheidung habe der saudische Vizekronprinz Mohammed bin Salman getroffen, berichtete der Berliner "Tagesspiegel" unter Verweis auf Informationen der saudi-arabischen Botschaft. Auch der Aufbau einer gleichnamigen saudischen Schule in Berlin sei gestoppt worden.

Nach Angaben saudischer Diplomaten steht die Schließung im Zusammenhang mit dem Reformprozess zum Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft in Saudi-Arabien. Weil Deutschland über "eines der weltweit besten Bildungssysteme" verfüge und Saudi-Arabien von diesem lernen könne, sehe Riad keine Notwendigkeit mehr für eine saudische Schule in Deutschland. Derzeit besuchen nach eigener Darstellung rund 150 Schüler aus verschiedenen arabischsprachigen Ländern die Bonner Schule, wo sie von 30 Lehrern unterrichtet werden. Ausgerichtet war die 1995 in Gegenwart zahlreicher Bundespolitiker feierlich eröffnete Schule auf 600 Schüler. Nach dem 11. September 2001 geriet die Schule in den Verdacht, der al-Qaida nahezustehen und Sammelpunkt von Islamisten zu sein. 2003 wurde bekannt, dass beim Freitagsgebet in der Moschee der Akademie zum "Heiligen Krieg" gegen Nichtmuslime aufgerufen worden war. In Schulbüchern wurde der "Kampf gegen Ungläubige" verherrlicht.

Quelle: RP
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