Untersuchungsausschuss: Schäuble erhält im Streit um 100.000 Mark-Spende Hilfe
zuletzt aktualisiert: 14.09.2000 - 16:53Berlin (dpa). Im Streit um die Übergabe der 100 000 Mark-Spende des Waffenhändlers Karlheinz Schreiber hat der ehemalige CDU- Vorsitzende Wolfgang Schäuble am Donnerstag überraschend Hilfe erhalten. Vor dem Bundestags-Untersuchungsausschuss sagte CDU- Bundesgeschäftsführer Willi Hausmann, Schäuble habe ihm bereits im September 1999 seine Version der Übergabe der Spende erzählt. Dies wäre dann zwei Monate vor dem Zeitpunkt gewesen, zu dem Kontakte Schäubles mit Schreiber überhaupt in der Öffentlichkeit bekannt geworden sind.
Schäuble streitet sich mit der ehemaligen CDU-Schatzmeisterin Brigitte Baumeister über die Modalitäten der Spenden-Übergabe. Baumeister behauptet, ein Kuvert, in dem sich vermutlich die 100 000 Mark befunden haben, von Schreiber im Oktober 1994 bekommen zu haben. Schäuble hatte dagegen immer wieder erklärt, er habe das Geld nach einem Sponsorenessen im September 1994 von Schreiber erhalten erhalten.
Laut Hausmann habe ihm Schäuble bei der Aufstellung des Haushalts der CDU im September 1999 erzählt, dass ihm 1994 einmal eine merkwürdige Spendenübergabe widerfahren sei. Nach einem Sponsorenessen sei einmal in Bonn ein Spender in sein Büro gekommen und habe ihm erzählt, die CDU könne mit dem Geld machen, was sie wolle, schilderte Hausmann Schäubles damalige Erzählung. Hausmann konnte sich nicht genau erinnern, ob Schäuble schon damals den Namen Schreibers genannt habe.
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