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US-Raketenabwehrsystem kritisiert: "Schanghaier Fünf" vereinbaren engere Zusammenarbeit

zuletzt aktualisiert: 05.07.2000 - 16:47

Duschanbe (AP). Russland, China und drei zentralasiatische ehemalige Sowjetrepubliken wollen im Kampf gegen Terrorismus und Drogenhandel enger zusammenarbeiten. Dies vereinbarten die Präsidenten Russlands und Chinas, Wladimir Putin und Jiang Zemin, sowie die Regierungen von Tadschikistan, Kirgisien und Kasachstan am Mittwoch in Duschanbe. In einer gemeinsamen Erklärung unterstützten die "Schanghaier Fünf", die nach dem Ort ihres ersten Gipfels im Jahr 1996 benannt wurden, auch das russische Vorgehen in Tschetschenien.

Sie kritisierten außerdem die Pläne der US-Regierung zur Errichtung eines Raketenabwehrsystems. Putin regte an, einen permanenten russischen Militärstützpunkt in Tadschikistan zu schaffen. Ohne die Präsenz russischer Truppen in der ehemaligen Sowjetrepublik sei auch der Frieden der dortigen Bevölkerung bedroht, erklärte Putin laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Interfax.

Bei einem Einzeltreffen Putins mit Jiang erörterten die beiden Staatsoberhäupter Grenzfragen, Einzelheiten zu Putins China-Besuch Mitte Juli sowie ihre Kritik an dem geplanten US-Raketenabwehrsystem, wie das Büro des tadschikischen Präsidenten Emomali Rachmonow mitteilte. Es war die erste Zusammenkunft Putins mit Jiang nach der russischen Präsidentschaftswahl im März.

In allen fünf Teilnehmerstaaten agieren Separatisten und Rebellengruppen, die zum Teil von der in Afghanistan herrschenden radikalislamischen Taliban-Miliz unterstützt werden. Jiang verurteilte den Bürgerkrieg in Afghanistan, wandte sich jedoch gegen jegliche Intervention von außen, abgesehen von den Vermittlungsversuchen der Vereinten Nationen.

Quelle: RPO Archiv

 
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