Neue Technologien sollen Pässe fälschungssicher machen: "Schattenbilder" für Ausweise
zuletzt aktualisiert: 11.11.2001 - 16:20Berlin (rpo). Mittels eine neuen Techologie sollen Personalausweise und Reisepässe noch besser gegen Fälschungen gesichert werden. Ausweise, die ab kommender Woche neu ausgestellt werden, sind bereits mit diesen Sicherheitsmerkmalen versehen. Dies teilte das Bundesinnenministerium am Sonntag in Berlin mit.
Die zusammen mit dem Bundeskriminalamt und der Bundesdruckerei entwickelte Technologie verwendet individuelle Hologramme. Die "Schattenbilder" zeigen einen dreidimensionalen Bundesadler, das Lichtbild in stilisierter Form und maschinenlesbare Zeilen. Die nicht kopierbaren Sicherheitsmerkmale werden sichtbar, wenn das Dokument in bestimmter Neigung gegen eine Lichtquelle gehalten wird.
"Kriminellen Passfälschern legen wir mit den neuen Sicherheitsmerkmalen auf höchstem technischen Niveau das Handwerk. Fälschungen von Pässen werden durch die komplexe Sicherheitstechnik nahezu ausgeschlossen", sagte Innenminister Otto Schily (SPD). Zugleich bekräftigte er seine Absicht, auch so genannte biometrische Merkmale einzuführen, um eine Verschleierung der Identität zu unterbinden. Den Weg dafür hat das am 7. November vom Bundeskabinett verabschiedete zweite Anti-Terror-Paket freigemacht. Die grundsätzliche Entscheidung, ob Fingerabdrücke oder biometrische Merkmale von Hand oder Gesicht aufgenommen werden, soll der Bundestag treffen.
Der bis jetzt gültige Personalausweis wurde 1987 eingeführt, der neue EU-Pass 1988. Seither wurden mehr als 112 Millionen Personalausweise und 53 Millionen Reisepässe zentral in der Bundesdruckerei in Berlin hergestellt.
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