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Tote und Verletzte: Schießereien zwischen Rebellen in Mazedonien

zuletzt aktualisiert: 26.03.2002 - 12:49

Skopje/Pristina (rpo). In Mazedonien kam es zu Schießereien zwischen albanischen Rebellengruppen. Dabei sind mehrere Kämpfer getötet worden. Dies war der schwerste Zwischenfall seit Monaten.

Außerdem habe es fünf Verletzte bei den Zusammenstößen in der Nacht zum Dienstag bei Tetovo gegeben, sagte NATO-Sprecher Craig Rattcliff in Skopje. Aus albanischen Erklärungen wurde deutlich, dass sich Vertreter der offiziell aufgelösten "Nationalen Befreiungsarmee" (UCK) Schießereien mit der Splittergruppe "Albanische Nationalarmee" (AKSh), die eine Fortsetzung des Kampfes will, lieferten.

Die AKSh teilte mit, es habe vier Tote gegeben, drei auf Seite der UCK. Die Untergrundgruppe erklärte, zwei frühere UCK-Kommandeure mit den Decknamen Leka und Hoxha hätten AKSh-Rekruten in der Ortschaft Recica bei Tetovo attackiert. Anwohner der Ortschaft berichteten über mehrstündige Schießereien und Explosionen. Erst danach seien NATO- Truppen angerückt.

Die AKSH rief zur Fortsetzung des Kampfes auf und bezeichnete das Friedensabkommen von Ohrid als "Zeitverschwendung". Der politische Flügel der UCK um den bisherigen Rebellenführer Ali Ahmeti wollte sich zunächst nicht äußern.

Die albanische UCK-Miliz hatte Anfang 2001 einen bewaffneten Kampf gegen mazedonische Regierungstruppen und Polizeikräfte begonnen und mehr Rechte für die albanische Volksgruppe gefordert. Nach Abschluss eines Friedensplans hatte sie sich offiziell aufgelöst. Die militante Untergrundgruppe AKSh widersetzt sich dem Friedenskurs und bekannte sich zu mehreren Anschlägen und Angriffen. Die Gruppe steht auf einer schwarzen Liste der US-Regierung.

Quelle: RPO Archiv

 
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