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Arbeitslose Lehrer in Ferien
Schlechtes Zeugnis

Arbeitslose Lehrer in Ferien: Schlechtes Zeugnis
Gregor Mayntz ist Redakteur in der Parlamentsredaktion der Rheinischen Post. FOTO: Ronny Hendrichs
Meinung | Berlin. Zu Beginn der Sommerferien steigt die Zahl arbeitsloser Lehrer in Deutschland sprunghaft an. Selbst wenn erklärbare Berufsabschnitte dahinter stehen, rechtfertigt das nicht die zwischenzeitliche Entlassung in die Arbeitslosigkeit.  Von Gregor Mayntz

Schule soll anschaulich sein, die Lebenswirklichkeit ins Klassenzimmer holen, den Kindern das Funktionieren der sozialen Marktwirtschaft nahe bringen. Jahr für Jahr gibt der Staat in der reichen Bundesrepublik dabei ein ärmliches Bild ab, indem viele Bundesländer Arbeitsverträge von Vertretungskräften zum Ferienbeginn auslaufen lassen und die Lehrer nach dem Ferienende wieder einstellen.

Selbst wenn erklärbare Berufsabschnitte dahinter stehen und etwa das Referendariat in dem einen Schuljahr endet und die neue Beschäftigung erst im nächsten beginnt, rechtfertigt das nicht die zwischenzeitliche Entlassung in die Arbeitslosigkeit. Schließlich ist gesetzlich klar definiert, dass das eine Schuljahr am 31. Juli endet und das nächste am 1. August beginnt.

Die Negativliste mit besonderen Auffälligkeiten wird angeführt von Rheinland-Pfalz (Rot-Grün), gefolgt von Baden-Württemberg (Grün-Rot), Hessen (Schwarz-Grün) und Bayern (Schwarz). Das Zeugnis fällt also parteiübergreifend aus: mangelhaft! Nachhilfe in sozialer Marktwirtschaft dringend angezeigt.

Quelle: RP
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