Waffenlobbyist bestätigt Aussage in Öffentlichkeit: Schreiber: "In dem Job gibt es keine Quittungen"
zuletzt aktualisiert: 14.05.2002 - 20:47Toronto (rpo). Karlheinz Schreiber hat nach seiner Aussage vor dem Untersuchungssausschuss in Toronto die Zahlung an die CDU auch in der Öffentlichkeit zugegeben. Von Beweisen habe er jedoch nie gesprochen, betonte der Waffenlobbyist.
Er habe allerdings nie behauptet, dass es dafür Beweise gebe, sagte er nach Ende der Vernehmung des Bundestags-Untersuchungsausschusses am Dienstag in Toronto. "Ich habe nie behauptet, dass es in dem Job Beweise gibt. In dem Geschäft gibt es keine Quittungen."
Schreiber unterstrich erneut, dass der Sohn von Franz Josef Strauß, Max Strauß, und der flüchtige Verteidigungsstaatssekretär Holger Pfahls vom ihm keine Gelder erhalten hätten. Davon geht die nach wie vor die Augsburger Staatsanwaltschaft aus. Dies habe er auch vor dem Ausschuss klarstellen wollen.
Die Parteien bewerteten die zweitägige Aussage von Schreiber völlig unterschiedlich. Der Ausschussvorsitzende Volker Neumann (SPD) sagte: "Es gibt eine Reihe von Neuigkeiten, wo wir nicht wissen, ob sie der Wahrheit entsprechen." Die Reise sei aber keinesfalls umsonst gewesen. Die Union kam zu dem entgegengesetzten Ergebnis. Obmann Andreas Schmidt sagte: "Außer Spesen nichts gewesen."
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