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Karlsruhe
Seehofer schlägt versöhnliche Töne auf CDU-Parteitag an

Karlsruhe. CSU-Chef Horst Seehofer hat zum Abschluss des CDU-Parteitages die Gemeinsamkeiten der Unionsparteien in der Flüchtlingspolitik hervorgehoben und die ultimative Forderung nach einer Obergrenze relativiert. "Abgerechnet wird am Ende über die Zahl der Flüchtlinge", betonte er. Von Gregor Mayntz

Nach der Brüskierung Merkels beim CSU-Parteitag in München vor dreieinhalb Wochen hatten die CDU-Delegierten den Vorsitzenden der bayerischen Schwesterpartei nur mit sparsamem Applaus begrüßt. Die Zustimmung wuchs jedoch, als Seehofer den nahezu einhellig verabschiedeten CDU-Antrag würdigte, weil dieser ebenfalls die Botschaft aussende, dass Deutschland durch ein Anhalten der hohen Flüchtlingszahlen überfordert wäre. Langanhaltenden Beifall erhielt der CSU-Chef, als er Merkel als "exzellente Bundeskanzlerin" bezeichnete, die auch in Bayern "hoch geschätzt" werde.

Die CSU-Forderung nach einer Begrenzung bleibe für ihn zwar Leitlinie, betonte Seehofer. Er stellte sie jedoch in einen Zusammenhang mit dem Merkel-Konzept, das auch eine Rückführung abgelehnter Asylbewerber, Kontingentlösungen in ganz Europa, Sicherungen der EU-Außengrenzen und insgesamt eine Reduzierung der Flüchtlingszahlen enthält. Zugleich bot Seehofer der CDU Unterstützung bei den bevorstehenden Landtagswahlen an.

(may-)
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