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Köln
SEK nimmt Flüchtling wegen Terrorgefahr in Köln fest

Köln. Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) hat gestern in einer Notunterkunft für Flüchtlinge einen 16 Jahre alten Syrer festgenommen. Der Jugendliche steht nach Angaben des polizeilichen Staatsschutzes unter dringendem Verdacht, sich in kurzer Zeit radikalisiert zu haben. "Die Auswertung der vorliegenden Erkenntnisse deutete auf eine ernstzunehmende Gefahr hin", teilte die Kölner Polizei mit.

Bei dem Einsatz wurden laut Polizei auch drei Flüchtlinge leicht verletzt, als sie versuchten, das Gebäude zu Beginn des Zugriffs gleichzeitig zu verlassen. Mehr Einzelheiten wollten die Ermittler gestern aus einsatztaktischen Gründen noch nicht bekanntgeben. Nach Informationen unserer Redaktion soll aber von dem Festgenommenen eine "ernstzunehmende Anschlagsgefahr" ausgegangen sein. Einen konkreten Anschlagsplan soll es aber nicht gegeben haben. Zudem soll der 16-Jährige zuvor unter Beobachtung der Ermittler gestanden haben. Der Hinweis auf ihn kam angeblich von einem Informanten aus dem Flüchtlingsheim.

"Die Gefahr ist real und konkret. Unsere Sicherheitsbehörden sind deshalb sehr wachsam und gehen jedem Hinweis konsequent nach. Das zeigt diese Festnahme einmal mehr", sagte Innenminister Ralf Jäger (SPD) unserer Redaktion. "Europa und damit auch Deutschland und NRW stehen seit längerem im Fadenkreuz des islamistischen Terrorismus", betonte der Minister.

(csh)
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