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Sicher gut gemeint

Die Stadt Mülheim hat ohne Zweifel ein ehrenvolles Motiv für ihre Entscheidung, Kindergartenkindern Fahrten in Reisebussen zu untersagen. Denn die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr ist ein hohes Gut. Und ein Beckengurt ist schlechter als ein Kindersitz, der mit einem Dreipunktgurt befestigt ist. Deshalb ein generelles Reiseverbot zu verhängen, ist jedoch überzogen. Von Stefan Weigel

Zum einen, weil der Bus statistisch gesehen ein sehr sicheres Verkehrsmittel ist, zum anderen, weil die Alternativen nicht besser sind. Mülheim hat die Kindergärten auf die Nutzung von Eltern-Autos oder den öffentlichen Nahverkehr verwiesen. Es gibt aber Eltern, denen man sein Kind lieber nicht anvertrauen möchte - nicht einmal angeschnallt in Ritterrüstung; und öffentliche Busse haben überhaupt keine Gurte, mit denen man ein Kind anschnallen könnte. Sinnvoller wäre es, wenn Eltern ihren Kindern für Ausflüge Sitzerhöhungen oder Kindersitze mitgeben würden. Die muss man dann zwar mühsam aus dem eigenen Auto herausfummeln, aber die Sicherheit der Kinder ist das allemal wert.

Quelle: RP
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