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Düsseldorf
Silvesternacht: Innenminister Jäger weist Vorwürfe zurück

Düsseldorf. Die CDU fordert den Rücktritt von NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD). Der Chef des Innenressorts selbst bestreitet die neuen Vorwürfe: Laut Recherchen des "Express" soll das NRW-Innenministerium am Tag nach den Übergriffen in der Kölner Silvesternacht versucht haben, einen Polizeibericht zu verharmlosen.

Ein Beamter der Landesleitstelle soll in einem Telefonat mit der Kölner Polizei unter Berufung auf einen Wunsch aus dem Ministerium darauf gedrungen haben, den Begriff "Vergewaltigung" aus der Polizeimeldung zu streichen. Die Kölner Polizei habe sich diesem Ansinnen widersetzt.

In der Kölner Silvesternacht kam es massenhaft zu sexuellen Übergriffen meist ausländischer Täter auf Hunderte feiernder Frauen. Die politische Brisanz der neuen Vorwürfe gegen Jäger besteht darin, dass die Landesregierung nach der Chaos-Nacht mehrere Tage brauchte, um angemessen auf die Vorfälle zu reagieren. Seither steht die Landesregierung im Verdacht, die Vorfälle anfangs falsch eingeschätzt zu haben.

Jäger dementierte die Vorgänge gestern: Er habe "keinen Einfluss auf eine Meldung des Polizeipräsidiums Köln genommen", sagte der Innenminister unserer Redaktion. Es habe darüber hinaus "auch keine solche Anweisung aus dem nordrhein-westfälischen Innenministerium gegeben".

(csh/tor)
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