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Impfungen "nicht wirksam und nicht machbar": Sinner kritisiert Forderungen nach MKS-Impfungen

zuletzt aktualisiert: 24.03.2001 - 19:35

München (rpo). Der bayerische Verbraucherschutzminister Eberhard Sinner hat die neuerlichen Forderungen der Landwirtschaftsminister Nordrhein-Westfalens und Niedersachsens nach Vorsorge-Impfungen gegen die Maul- und Klauenseuche kritisiert. Sinner forderte Bärbel Höhn und Uwe Bartels auf, sich an die bundesweiten Abmachungen zu halten. Flächendeckende Impfungen seien "nicht wirksam und nicht machbar", sagte er nach einer Expertentagung am Samstag in München

Nach Impfungen lasse sich die Verbreitung der Seuche nicht mehr erkennen. "Was aus Nordrhein-Westfalen gefordert wird, ist teilweise rechtswidrig." Höhn und Bartels propagierten trotz des soeben einstimmig verabredeten Stufenplans der Agrarministerkonferenz jetzt "plötzlich völlig andere Ideen", kritisierte der CSU-Politiker. Das Vorgehen gegen MKS müsse aber abgestimmt sein. Bei Impfungen in einem Bundesland könnten Tiere und Fleischprodukte aus ganz Deutschland nicht mehr exportiert werden.

Er rechne damit, dass die Seuche in Deutschland ähnlich wie in Frankreich "lokalisiert und zuverlässig bekämpft" werden könnte. Bei einem Ausbruch müssten die betroffenen Tiere getötet werden. Im schlimmsten Fall käme nach bundesweiter Abstimmung auch eine 30 Kilometer umfassende Ringimpfung als eine Art Feuerwall in Betracht.

Bei einem Ausbruch dürfe es nicht zu Zuständen wie in England kommen, wo betroffene Bauern die Krankheit oft erst nach Tagen erkannt hätten, sagte Sinner weiter. In Bayern sei deshalb eine massive Infokampagne gestartet worden. Außerdem müssten ungenehmigte Transporte unterbunden werden. Für Bayern sehe er "begründete Hoffnung", die Seuche zu verhindern.

Quelle: RPO Archiv

 
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