Über 200 Personen vorübergehend festgenommen: Skinhead-Konzert bei Apolda aufgelöst
zuletzt aktualisiert: 14.05.2000 - 11:49Apolda (dpa). Thüringens Polizei hat am späten Samstagabend ein Konzert von Rechtsradikalen in Schöten bei Apolda aufgelöst. Mehr als 200 Besucher wurden nach Angaben von Sven Opitz, Pressesprecher der Jenaer Polizei, vorläufig festgenommen. Es sei auch rechtsradikales Propagandamterial gefunden worden. Bei der Aktion wurde niemand verletzt.
Wie Opitz sagte, hatten sich nach ersten Recherchen etwa 250 Personen in einer Lagerhalle des Ortes versammelt, in dem fünf Bands spielen wollten. Bevor es jedoch dazu kam, hätten die Polizisten zugegriffen. Die Festgenommenen würden nun auf Identität und Straftaten überprüft. Das Innenministerium will am Sonntag auf einer Pressekonferenz nähere Angaben machen. Daran wolle auch Innenminister Christian Köckert (CDU) teilnehmen.
Seit Anfang März dieses Jahres sind nach Angaben des Innenministeriums bereits mehrere Konzerte der rechten Szene in Thüringen von der Polizei aufgelöst worden.
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