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Viele Kinder suchtgefährdet
Internet trotz der Risiken nicht verteufeln

Hintergrund: Das sind sichere Zeichen für eine Onlinesucht
Hintergrund: Das sind sichere Zeichen für eine Onlinesucht FOTO: gms
Meinung | Düsseldorf. Mitnichten betrifft die Abhängigkeit vom Internet nur Kinder und Jugendliche. Es ist das Lebenselixier im Arbeitsalltag von Millionen Menschen, es ist die Nabelschnur für Milliarden privater Kontakte weltweit. Von Jan Drebes

Das Internet ist aus unserem Leben im 21. Jahrhundert nicht mehr wegzudenken. Und es wäre falsch, es gegenüber Kindern und Jugendlichen zu verteufeln, nur weil man selbst vielleicht noch in einer gänzlich analogen Welt aufgewachsen ist.

Es wäre aber genauso falsch, einen antiautoritären Kurs bei der Vermittlung der Medienkompetenz einzuschlagen. Kinder brauchen Grenzen bei der Internetnutzung. Dabei müssen sich Eltern aber auch der Unterstützung durch Politik und Wirtschaft sicher sein können, um die Risiken für ein Suchtverhalten ihrer Kinder möglichst gering zu halten.

Dazu gehört, endlich die Forschung in dem Bereich auszubauen und Produkte von Spieleherstellern hinsichtlich Suchtgefahren zu prüfen und zu markieren.

Ein Leben ohne Smartphone?

Smartphone-Verbote in Schulen hingegen wären der falsche Weg. Sie würden ein Gerät verteufeln, das schon fast ein weiteres Sinnesorgan geworden ist. Es gehört ins Zentrum der Medienbildung, nicht ins Schließfach.

Was Kinder selbst über ihre Beziehung zum handy sagen, sehen Sie hier in einem Video.

Quelle: RP
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