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Madrid
Sozialist Sánchez scheitert bei Wahl in Spanien

Madrid. Mit lediglich 130 der 350 Abgeordnetenstimmen ist der Sozialist Pedro Sánchez in der ersten Runde bei der Wahl zum spanischen Ministerpräsidenten gescheitert. Neben der eigenen Partei stimmte auch die Bürgerplattform Ciudadanos für Sánchez. Gegen ihn sprachen sich unter anderem die Konservativen des amtierenden Regierungschefs Mariano Rajoy und die Linkspartei Podemos aus.

Die Erfolgsaussichten auf das Amt des Regierungschefs sind für Sánchez damit auf ein Minimum gesunken. Der 44-jährige Parteichef der Sozialisten stellt sich heute Abend erneut dem Votum der Abgeordneten. Dann würde ihm eine einfache Mehrheit, also mehr Ja- als Nein-Stimmen reichen. Die spanische Presse geht aber davon aus, dass er auch im zweiten Anlauf scheitert, denn Sozialisten und Ciudadanos haben zusammen 130 Mandate - Podemos und Rajoys Volkspartei kommen auf 192 Mandate. Eine Mehrheit für Sánchez könnte nur durch Stimmenthaltungen von Volkspartei und Podemos zustande kommen. Sollte Sánchez verlieren, tickt die Uhr: Binnen zwei Monaten muss eine neue Regierung stehen. Ansonsten drohen Neuwahlen.

(dpa)
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