Ministerpräsident an der Spitze des Protestzuges: Spanien: Großdemo nach Anschlag
zuletzt aktualisiert: 08.05.2001 - 07:24Saragossa (rpo). Nach dem Mord an einem führenden spanischen Regionalpolitiker haben in Saragossa über 300.000 Menschen gegen den Anschlag demonstriert. Für den Mord wird die baskische Untergrundorganisation ETA verantwortlich gemacht.
Der spanische Ministerpräsident Jose Maria Aznar und andere Politiker führten am Montagabend den Protestzug durch das Zentrum der Hauptstadt der Region Aragon. Der 52-jährige Manuel Gimenez Abad, der Vorsitzende der Volkspartei (PP) in Aragon, war am Sonntagabend in der Stadt erschossen worden.
Auch die Witwe und die beiden Kinder des Opfers nahmen an der Kundgebung teil. Die Demonstranten entfalteten ein Transparent mit der Aufschrift "Für Freiheit, gegen Terrorismus". Gimenez war am Nachmittag in seiner Heimatstadt Jaca am Fuß der Pyrenäen beigesetzt worden.
Die Behörden machen die baskische Untergrundorganisation ETA für die Tat verantwortlich. Sie wäre der siebte Mord der Organisation in diesem Jahr und der 30. seit Ende der Waffenruhe im Dezember 1999.
Am kommenden Sonntag wird im Baskenland ein neues Parlament gewählt. Dabei hat die Volkspartei, die den früheren spanischen Innenminister Jaime Mayor Oreja als Spitzenkandidaten aufgestellt hat, erstmals die Möglichkeit, den Ministerpräsidenten der Region zu stellen.
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