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Düsseldorf
SPD legt Konzept für neue Familienpolitik in NRW vor

Düsseldorf. Ein Jahr vor der Landtagswahl geht die SPD-Fraktion in NRW mit einem umfassenden Konzept zur Familienpolitik in die Offensive. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei ein Gebot ökonomischer Vernunft und eine Frage sozialer Gerechtigkeit, heißt es in einem Thesenpapier, das SPD-Fraktionschef Norbert Römer heute vorstellt. Dem Staat stehe es nicht zu, seine Bürger auf ein bestimmtes Familienmodell festzulegen, sondern er müsse Freiräume für eine partnerschaftliche Aufteilung der Familienarbeit schaffen.

Die AfD hatte sich in ihrem Parteiprogramm hingegen darauf festgelegt, nur die traditionelle Familie mit Vater, Mutter und Kindern fördern zu wollen. Das stößt nun selbst in den eigenen Reihen auf Kritik. Alles, was im neuen Programm über Familie und Kinder stehe, "finde ich unsäglich und vorgestrig und frauenfeindlich. Und ich schäme mich dafür", sagte Hamburgs AfD-Fraktionschef Jörn Kruse der "Welt".

Ein zentraler Punkt im Konzept der NRW-SPD ist die Forderung nach Lebensarbeitszeitkonten, durch die in bestimmten Phasen Arbeitszeit angespart und etwa in der Familienphase wieder ausgegeben werden kann. Zudem soll es leichter werden, von Vollzeit in Teilzeit und zurück zu wechseln. Daneben will sich die SPD für eine Familienarbeitszeit stark machen, für gleiche Löhne, für Steuererleichterungen und den Ausbau der Kinderbetreuung.

(kib)
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