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Stickoxid
Städte ohne Luft

CO2 und Co.: Diese Stoffe kommen aus dem Auspuff
CO2 und Co.: Diese Stoffe kommen aus dem Auspuff
Meinung Bei dicker Luft drohen Fahrverbote in Innenstädten. Köln könnte ein Kandidat sein für den ersten Test im Rheinland. Doch handeln muss auch die Autoindustrie. Von Horst Thoren

Die Domstadt vermeldet deutlich überhöhte Stickoxidwerte. Ähnlich wie der Feinstaub, der bereits in Stuttgart Anlass für die Empfehlung war, aufs Auto zu verzichten, sind auch die Stickoxide gesundheitsgefährdend. Sie werden vor allem von Diesel-Fahrzeuge ausgestoßen.

Bevor den Städten die Luft ausgeht, haben sie nur eine Chance: Autos raus, zumindest zeitweise. Die Grünen denken gar über ein City-Verbot für Diesel nach. Ohnehin ist mit dem VW-Abgasskandal der einst als sauberer Sparmotor gepriesene Diesel in Misskredit geraten.

Die Autoindustrie, allen voran VW, muss schnell alle Motoren verbessern – nicht nur Diesel. Aber auch die Städte sind gefordert. Beispiel Köln: Die dauerhaft angespannte Verkehrssituation ist das Resultat einer verfehlten Verkehrspolitik. Die Verantwortung dafür liegt auch auf der Landesebene. Wer Fahrverbote und gerichtlich verordneten Schleichverkehr auf Dauer verhindern will, braucht vor allem neue zukunftsträchtige Verkehrskonzepte. Und einen langen Atem.

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