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Berlin
Steinmeier will als Präsident ein Mutmacher sein

Berlin. Als Bundespräsident will Frank-Walter Steinmeier der politischen Debatte die Aggressivität nehmen. Er wolle sich für eine politische Kultur einsetzen, in der man miteinander streiten könne, aber respektvoll miteinander umgehe, sagte Steinmeier in seiner Vorstellungsrede. Der noch amtierende Außenminister trat gestern gemeinsam mit den drei Parteichefs der großen Koalition im Bundestag auf. Als Signal für seine künftige Amtszeit betonte er auch: "Ein Bundespräsident darf kein Vereinfacher sein, er muss ein Mutmacher sein." Von Eva Quadbeck

Kanzlerin Angela Merkel, die sich zunächst gegen Steinmeier als Bundespräsidenten ausgesprochen hatte, sagte, er sei "der richtige Kandidat in dieser Zeit". CSU-Parteichef Horst Seehofer wünschte Steinmeier für seine Wahl am 12. Februar in der Bundesversammlung "Glück und ein gutes Ergebnis".

Wer die Nachfolge von Steinmeier antreten soll, ist noch offen. Die SPD will dies erst nächstes Jahr entscheiden. Während der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, als möglicher Nachfolger gehandelt wird, wurden gestern in Brüssel Stimmen laut, wonach Schulz eher bleibe, was er ist.

(qua)
 
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