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Berlin
Steuereinnahmen steigen nur noch moderat um 1,9 Prozent

Berlin. Die Dynamik bei den Steuereinnahmen lässt nach. Im Oktober sind die Einnahmen von Bund, Ländern, Gemeinden und der EU um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen - und damit mit einer spürbar geringeren Rate als in den Vormonaten. Die Einnahmen des Bundes sanken sogar um 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresniveau, wie aus dem jüngsten Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht, der heute veröffentlicht wird und unserer Redaktion vorliegt. Dagegen verzeichneten die Länder ein Plus von 2,7 Prozent, heißt es in dem Bericht. Von Januar bis Oktober lag das gesamtstaatliche Steueraufkommen aber noch um 5,4 Prozent über dem Vorjahresergebnis.

"Die Einnahmen aus der Lohnsteuer stiegen nicht so stark wie in den Vormonaten", begründete das Ministerium die geringere Zuwachsrate im Oktober: "Hier wirkte sich insbesondere die Nachzahlung von Kindergeld aufkommensmindernd aus." Das Kindergeld war rückwirkend zum 1. Januar 2015 erhöht worden. Nachzahlungen an die Eltern werden aus dem Lohnsteueraufkommen finanziert. Rechnet man diesen Effekt heraus, nahmen die Einnahmen aus der Lohnsteuer nur noch um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu.

Geradezu eingebrochen sind die Einnahmen aus der Abgeltungsteuer mit einem Minus im Oktober von 37,2 Prozent. Die Umsatzsteuer legte dagegen um 4,3 Prozent zu.

(mar)
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