Fujimori verpasst absolute Mehrheit knapp: Stichwahl in Peru
zuletzt aktualisiert: 13.04.2000 - 06:49Lima (AP) In Peru wird nach der Präsidentschaftswahl vom Sonntag nun doch eine Stichwahl nötig. Nach Auszählung von 97,68 Prozent der Stimmen blieb der Amtsinhaber Alberto Fujimori nach Behördenangaben mit 49,84 Prozent nur knapp hinter der erforderlichen absoluten Mehrheit zurück.
Sein Herausforderer Alejandro Toledo lag bei 40,31 Prozent. Der Leiter des Wahlbüros, Jose Portillo, erklärte am Mittwoch, die Ergebnisse könnten sich nur noch um 0,05 Prozent ändern. Danach kann Fujimori also höchstens 49,89 Prozent erreichen.
Die Anhänger Toledos, die sich in der Innenstadt von Lima versammelt hatten, jubelten nach der Ankündigung. Die Stichwahl soll Ende Mai oder Anfang Juni stattfinden. Das amerikanische Außenministerium begrüßte die Ankündigung der Stichwahl und bezeichnete sie als einen Schritt zur Wiederherstellung der Glaubwürdigkeit des demokratischen Prozesses. Ein Sprecher erklärte, die Notwendigkeit einer Stichwahl entspreche den Ergebnissen von fünf unabhängigen Beobachtergruppen. Zuvor hatten Außenamtssprecher James Rubin gesagt, die USA hätten ernsthafte Zweifel, sollte Fujimori im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichen.
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