Löschen lässt Daten nicht unbedingt verschwinden: Stichwort: Festplatte
zuletzt aktualisiert: 13.04.2000 - 15:52München (dpa). Wer auf seinem Computer eine große Datenmenge sichern will, nutzt dazu normalerweise die Festplatte, auch Harddisk genannt. Sie ist wie die Diskette ein magnetisches Speichermedium für digitale Daten. Wenn man sie löscht - wie im Falle von Max Strauß - so müssen die Daten nicht unbedingt verloren sein.
So gelang es Computerexperten in Lüneburg, in einem komplizierten Verfahren das gelöschte Geständnis eines Schwerkriminellen wieder lesbar zu machen. Die Festplatte wurde 1956 von einem einem IBM-Ingenieur konstruiert und löste die Lochkarte als Speichermedium ab.
Damals hatte die Festplatte die Größe von zwei Kühlschränken und eine Speicherkapazität von fünf Megabytes - das entspricht ungefähr 4 000 Schreibmaschinenseiten. Heutzutage passt die durchschnittliche Festplatte in jede Hosentasche.
Im Handel rechnet man mittlerweile in Gigabytes, was Millionen von Seiten entspricht.Im Innern des Festplattengehäuses befinden sich auf einer Achse mehrere diskettenartige Scheiben, die beidseitig mit einer magnetisierbaren Schicht versehen sind.
Für das Lesen und Schreiben von Daten sind eine Reihe von Köpfen angebracht. Die Festplatte selbst ist höchst empfindlich und darf nicht von Laien geöffnet werden.
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