Teilrepubliken Serbeien und Montenegro: Stichwort: Jugoslawien
zuletzt aktualisiert: 05.10.2000 - 14:25Belgrad (dpa). Jugoslawien mit seinen beiden Teilrepubliken Serbien und Montenegro ist ein politisch blockierter, handlungsunfähiger und international isolierter Staat.
Die 1992 entstandene Bundesrepublik mit seinen fast elf Millionen Einwohnern funktioniert nicht mehr seit dem Bruch zwischen dem jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic und seinem prowestlichen montenegrinischen Amtskollegen Milo Djukanovic vor drei Jahren.
Seitdem steuert die montenegrinische Hauptstadt Podgorica einen pro-westlichen Kurs, bei dem sie von der Europäischen Union und den USA wirtschaftlich gestützt wird. Die Regierung on Montenegro erkennt die Entscheidungen Belgrads nicht mehr an. Doch die kleine Republik mit ihren nur etwa 700 000 Einwohnern lebt in einer Dauerkrise und rechnete mehrfach mit einem gewaltsamen Eingreifen Belgrads.
Seit Juni 1999 hat Belgrad auch die Kontrolle über die mehrheitlich von Albanern bewohnte südliche Provinz Kosovo verloren, die jetzt unter UN-Verwaltung steht und von Soldaten der NATO-geführten Friedenstruppe KFOR bewacht wird. Doch der jugoslawische Präsident Slobodan Milosevic hat es immer wieder verstanden, aus der Krise politisches Kapital zu schlagen.
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