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Mehr als 30 Polizisten verletzt: Straßenschlachten in Belfast

zuletzt aktualisiert: 27.09.2001 - 15:16

Belfast (rpo). Schüsse fallen, Angreifer schleudern Handgranaten, ein Bus brennt: Bei nächtlichen Straßenschlachten in der nordirischen Hauptstadt Belfast sind 33 Polizisten verletzt worden.

Wie die Royal Ulster Constabulary (RUC) am Donnerstag mitteilte, hatten die Polizisten am Vorabend versucht, mehrere hundert Menschen an einem Marsch durch ein katholisches Wohnviertel zu hindern. Militante Protestanten gaben Schüsse auf die Beamten ab und schleuderten Handgranaten und Brandsätze. Die meisten Polizisten erlitten kleinere Brandwunden oder Schnittverletzungen.

Die Angreifer gehörten möglicherweise der verbotenen Ulster Defense Association (UDA) an. Sie setzten am Mittwochabend auch einen Bus in Brand. Die Polizisten erwiderten die Angriffe mit scharfer Munition, verletzt wurde offenbar niemand. Im Norden Belfasts ist es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Ausschreitungen gekommen. Katholiken und Protestanten warfen der Polizei jeweils vor, zu wenig für ihren Schutz getan zu haben.

Brennpunkt der Auseinandersetzungen war in den vergangenen Wochen Ardoyne, wo der Konflikt auch auf dem Rücken von Kindern ausgetragen wurde. Hasserfüllte Protestanten machten katholischen Mädchen den Weg in ihre Grundschule in der Ardoyne Road tagelang zum Spießrutenlauf.

Quelle: RPO Archiv

 
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