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Ein Toter bei Lawinenunglück in Südtirol: Straßensperrungen in Vorarlberg

zuletzt aktualisiert: 19.02.2000

Bregenz/Sterzing (dpa/AP). Bei einem Lawinenunglück in Südtirol ist am Samstag ein 29-jähriger Skifahrer aus Österreich ums Leben gekommen. Das Opfer stamme aus Schönberg in Tirol, berichtete das italienische Fernsehen. Seine zwei Begleiter aus Bozen (Südtirol) konnten demnach verletzt aus den Schneemassen geborgen werden.

Die Gruppe hatte die Lawine im Jaufental nahe Sterzing vermutlich selbst ausgelöst. Nach heftigen Schneefällen bestand in der Region den Angaben nach Lawinengefahr. Die Männer waren als Vorhut einer größeren Gruppe von Wintersportlern unterwegs; ein Augenzeuge des Unglücks alarmierte die Bergwacht.

Ein Schneebrett hat am Samstag im österreichischen Bundesland Vorarlberg einen Teil der Arlbergstraße auf einer Länge von rund 100 Metern einen Meter hoch verschüttet. Großes Glück hatten laut Automobilclub ÖAMTC zwei Pkw-Insassen, deren Fahrzeug von den Ausläufern des Schneebretts erfasst wurde. Beide blieben unverletzt. Die Verbindung über den Pass wurde ab Stuben bis St. Christoph gesperrt. Am Nachmittag verschärfte sich die Lage, als in Stuben eine Lawine auf die Bundesstraße 197 und einen Parkplatz abging und mehrere Autos und Personen erfasste. Nach ersten Informationen der österreichischen Nachrichtenagentur APA gab es nur Leichtverletzte.

Als Konsequenz wurde die B 197 ab Langen aus Sicherheitsgründen gesperrt. Damit gab es für die Wintersportorte Stuben, Zürs und Lech bis auf weiteres keine Straßenverbindung. Die Verbindung Lech-Warth ist im Winter wegen Lawinengefahr permanent geschlossen. Nach Angaben des Automobilclubs ARBÖ wurde auch die B 198 zwischen Warth und Steeg aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Die Lawinengefahr war in den Regionen der Nordalpen, des Außerferns, des Arlberges, der Silvretta und der Südlichen Ötztaler- und Stubaier Alpen nach Einschätzung von Experten weiterhin groß. Im Arlberggebiet fielen seit Mitte der Woche bis zu 165 cm, in den Nordstaulagen des Bregenzerwaldes und im Kleinen Walsertal bis zu 140 cm und in der Silvretta 100 cm Schnee. Weitere Niederschläge und die vielfach schwache Verbindung mit dem Altschnee sorgen nach Angaben der Landeswarnzentrale über 1.600 m für große Lawinengefahr der Stufe vier auf der fünfteiligen Skala. Auch die Lawinengefahr in Tirol blieb am Samstag "erheblich bis groß". Das entspricht dem Wert drei bis vier auf der fünfteiligen Gefahrenskala.

Quelle: RPO Archiv

 
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