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Dreiertreffen in Kopenhagen: Struck war über polnischen Vorschlag informiert

zuletzt aktualisiert: 07.05.2003 - 22:34

Kopenhagen (rpo). Regelrecht sauer war Verteidigungsminister Peter Struck, als sein polinischer Amtskollege mit dem Vorschlag vorpreschte, das deutsch-dänisch-polnische Korps im Irak einzusetzen. Doch Struck war offenbar über den Vorschlag informiert.

Struck hat am Mittwoch eingeräumt, dass er bereits am Sonntag von seinem polnischen Kollegen Jerzy Szmajdzinski über den Vorschlag informiert worden sei, das deutsch-polnisch-dänische Korps in Irak einzusetzen. Man habe bei einem Treffen in Washington über die Pläne gesprochen, sagte Struck am Abend in Kopenhagen nach einer Unterredung mit Smajdzinski und dem dänischen Verteidigungsminister Svend Aage Jensby.

Struck und sein polnischer Kollege hatten sich am Wochenende zu einer Sitzung des NATO-Ukraine-Rates in Washington aufgehalten. Der polnische Verteidigungsminister war am Wochenanfang mit seinem Plan an die Öffentlichkeit gegangen. In der "Washington Times" vom Montag sagte er unter Verweis auf das in Stettin stationierte Korps: "Wir hätten gerne deutsche Truppen". Struck hatte sich am Dienstag bei seiner Rückkehr aus den USA überrascht von dem polnischen Vorschlag gezeigt.

Bei dem Dreiertreffen in Kopenhagen einigten sich die Minister am Mittwoch darauf, dass Polen Offiziere aus dem gemeinsamen Korps für den Einsatz in Irak abstellen könne. Deutschland und Dänemark würden sich jedoch nicht beteiligen.

In Kopenhagen findet eine Konferenz der Minister aus den drei Staaten des "Multinationalen Korps Nordost" mit den baltischen Kollegen statt. Am Freitag will Bundeskanzler Gerhard Schröder in Breslau mit den Staatspräsidenten Frankreichs und Polens, Jacques Chirac und Aleksander Kwasniewski, über die Lage in Irak sprechen.


 
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