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Frankfurt
Studie: Juden in Deutschland erleben oft Antisemitismus

Frankfurt. Viele Juden in Deutschland gehen laut einer Studie von wachsendem Antisemitismus hierzulande aus. Drei Viertel der rund 500 jüdischen Befragten nehmen Judenfeindlichkeit als großes Problem wahr und bewerten die Entwicklung sehr pessimistisch, wie aus der gestern in Frankfurt vorgestellten Studie "Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus in Deutschland" hervorgeht.

62 Prozent der Befragten gaben an, in den vergangenen zwölf Monaten Antisemitismus in Form "versteckter Andeutungen" erlebt zu haben. 29 Prozent sind demnach beleidigt oder belästigt unddrei Prozent körperlich angegriffen worden. 60 Prozent betonten, über ein Verlassen Deutschlands nachgedacht zu haben, weil sie sich als jüdische Person nicht mehr sicher fühlen würden. Gleichzeitig sagten drei Viertel, sich in Deutschland wohlzufühlen. Kritisch sieht mehr als die Hälfte der befragten Juden die aktuelle Zuwanderung. 70 Prozent befürchten laut Studie, dass der Antisemitismus in Deutschland zunehmen wird, weil viele Flüchtlinge antijüdische Einstellungen hätten.

(kna)
 
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