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Basel
Studie: Plastikmüll gefährdet Lebewesen im Rhein

Basel. Der Rhein gehört nach einer Studie der Universität Basel zu den weltweit am stärksten mit kleinen Plastikpartikeln verschmutzten Flüssen. Erstmals sei mit dem Rhein ein großer Meereszufluss auf seiner gesamten Länge auf die für viele Meerestiere gefährlichen Plastikteile untersucht worden, teilte die Hochschule mit. Bei 31 Messungen zwischen Basel und Rotterdam hätten die Umweltwissenschaftler eine ansteigende Verschmutzung mit Mikroplastik nachgewiesen. Als Höchstwert wurden in Rees am Niederrhein in einer Probe 22 Partikel pro Kubikmeter gefunden. Hochgerechnet werden somit jeden Tag rund 200 Millionen kleiner Plastikteilchen vom Rhein in die Nordsee geschwemmt. Jährlich summiere sich dies auf etwa zehn Tonnen Kleinst-Plastikmüll, so die Leiterin der Studie, Patricia Holm. "Jedes einzelne dieser vielen Milliarden Plastikteilchen kann jederzeit von Organismen - vom Kleinstlebewesen bis zum Wal - aufgenommen werden und schädliche Auswirkungen haben."

Zugleich wiesen die Wissenschaftler darauf hin, dass bei einem Großteil des Mikroplastiks völlig unklar ist, wie es in den Rhein gekommen ist und woher es stammt. Neben Kügelchen, wie sie in der Industrie für die Produktion von Verpackungen oder im Fahrzeugbau verwendet werden, stießen die Forscher auch auf kleinste Plastikfasern und -fragmente.

(kna)
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