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Länder reagieren unterschiedlich auf Vorschlag: Studie sieht Gefahr von Nierenschäden durch Uranmunition

zuletzt aktualisiert: 12.03.2002 - 08:31

London (rpo). Im Rahmen des Golfkriegs und auf dem Balkan eingesetzte Uranmunition soll die Nieren angreifen. Dies berichtet die britische Akademie der Wissenschaften.

Davon betroffen könnten vor allem einige Soldaten der internationalen Truppen sein, die in Unfälle verwickelt oder an Aufräumarbeiten beteiligt waren, heißt es in der am Dienstag veröffentlichten Studie.

Bei einigen Soldaten könnten daher vorübergehende Nierenstörungen auftreten, hieß es. Ob Langzeitschäden zu erwarten seien, sei aber unklar. Die meisten im Kosovo, in Bosnien und in der Golfregion eingesetzten Soldaten waren jedoch den Befunden der Royal Society zufolge keinen derart hohen Uran-Konzentrationen ausgesetzt, dass sie Schäden davon getragen hätten. Im vergangenen Jahr hatte die Akademie bereits auf die Gefahr von Lungenkrebs nach dem Einatmen von Uranpartikeln hingewiesen.

Die USA hatten Munition mit abgereichertem Uran benutzt, um die auf diese Weise gehärteten Geschosse gegen Panzer einzusetzen. In der Vergangenheit hatten sich in mehreren Ländern Soldaten mit Krebserkrankungen gemeldet und den Verdacht geäußert, dass ihre Erkrankung mit der Uran-Munition zusammenhängen könnte.

Die NATO hatte dies unter Berufung auf wissenschaftliche Studien auf dem Balkan bereits zurückgewiesen. Auch von der EU-Kommission eingesetzte Wissenschaftler fanden keine Hinweise auf einen ursächlichen Zusammenhang zwischen uranhaltiger Munition und der Krebserkrankung von Soldaten in Bosnien und im Kosovo.

Quelle: RPO Archiv

 
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