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In Kenia eingetroffen: Sudan: Erste deutsche Geisel frei

zuletzt aktualisiert: 01.08.2002 - 16:52

Lokichokio/Nairobi/Berlin (rpo). Einer der beiden deutschen Entführten im Südsudan ist frei. Mit einem UN-Flugzeug ist der Entwicklungshelfer in Kenia eingetroffen.

Auch das Auswärtige Amt in Berlin und seine Organisation World Vision Deutschland bestätigten die Freilassung.

Am Nachmittag landete ein Sanitätsflugzeug der "Fliegenden Ärzte" (AMREF) in Lokichokio. Es soll die befreite Geisel umgehend in die kenianische Hauptstadt Nairobi bringen. Wie lange sich der 30-Jährige dort aufhalten wird, ist unklar. Auch über die Umstände seiner Befreiung drang bislang mit Rücksicht auf die Sicherheit der beiden verbleibenden Geiseln nichts an die Öffentlichkeit.

Der Entwicklungshelfer verließ zusammen mit einem Vertreter der Deutschen Botschaft in Nairobi den Flugplatz in einem UN-Fahrzeug. Er wirkte müde, aber unversehrt, und konnte ohne fremde Hilfe gehen. Das Auswärtige Amt versicherte, die Bemühungen um Freilassung des zweiten Deutschen und seines kenianischen Kollegen gingen weiter.

Die zwei deutschen und der kenianische Entwicklungshelfer der christlichen überkonfessionellen Organisation World Vision waren in der Nacht zu Montag aus ihrem Camp in der Ortschaft Waat in der Upper Nile Region verschleppt worden. Der 30-Jährige war dann von seinen Kollegen getrennt worden. Auf bislang ungeklärte Weise sei es ihm gelungen, sich bei einer mit den Kidnappern konkurrierenden Rebellenfraktion in Sicherheit zu bringen, hieß es in Vermittlerkreisen. Ein erster Versuch, ihn auszufliegen, war Mittwochabend gescheitert, weil die Landepiste im Südsudan nach heftigen Regenfällen unter Wasser stand.

Die beiden verbleibenden Geiseln des Rebellenanführers Simon Gatwich sollen wohlauf sein. "Wir stehen mit ihnen in ständigem Funkkontakt", sagte ein Verbindungsmann. Die Vermittler hoffen auch auf ihre baldige Freilassung.

Quelle: RPO Archiv

 
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