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Athen
Südeuropa-Gipfel in Athen löst Streit in Brüssel aus

Athen. Das Treffen von sieben südlichen EU-Mitgliedern wurde als Angriff gegen die Einigkeit Europas verstanden.

Die südlichen EU-Staaten wollen konstruktiv für eine bessere Zukunft und die Einheit Europas arbeiten. Europa müsse seine Völker wieder inspirieren und seine internationale Rolle stärken sowie Arbeitsplätze schaffen, sagte der griechische Regierungschef Alexis Tsipras beim Regionalgipfel von sieben EU-Staaten in Athen. Außerdem müsse sich Europa mit der Migrationskrise befassen und das Gefühl der Sicherheit stärken. Dies sei das Ergebnis des Treffens.

"Wir sind nicht und wollen nicht noch eine Gruppierung oder Initiative der Teilung oder Zwietracht in Europa werden", sagte Tsipras. Eine entsprechende Deklaration unterzeichneten die Regierungschefs und Vertreter von sieben Südstaaten der EU. "Unsere gemeinsamen Ziele sind Zusammenhalt und Harmonisierung in der EU." Das Treffen werde regelmäßig stattfinden; nächstes Jahr sei ein Gipfel in Portugal geplant, teilte der griechische Regierungschef weiter mit.

Der französische Präsident François Hollande sagte, die Südländer würden beim Sondergipfel der EU in Bratislava ihre Vorschläge präsentieren. "Wir brauchen ein Wachstumsprogramm", sagte Hollande. Der italienische Regierungschef Matteo Renzi erklärte, Europa könne als "sanfte Kraft" weiter seine internationale Rolle stärken, indem es sich auf humanitäre Werte und nicht auf Bürokratie stütze.

Am Treffen "EUMed Athens 2016" nahmen auch der portugiesische Regierungschef António Costa sowie die Regierungschefs Zyperns und Maltas, Nikos Anastasiades und Joseph Muscat, teil. Spanien wurde durch den Staatssekretär für EU-Themen, Fernando Eguidazu, vertreten. Interimsregierungschef Mariano Rajoy hatte seine Teilnahme abgesagt. Der Regionalgipfel löste einen Streit in Brüssel aus. "Europa braucht jetzt Einigkeit und keine neue Spaltungsversuche. Ständige neue Forderungen aus Athen bringen niemanden weiter", sagte der Chef der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament, Manfred Weber (CSU), der Deutschen Presse-Agentur.

(dpa)
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