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Der Konflikt schwelt weiter: Südlibanon kommt nicht zur Ruhe

zuletzt aktualisiert: 21.04.2000 - 11:50

Beirut (AP). Zweieinhalb Monate vor dem angekündigten Abzug der israelischen Truppen aus dem Süden Libanons kommt die Grenzregion nicht zur Ruhe. Nach zwei Bombenanschlägen der schiitischen Hisbollah-Miliz griffen am Freitag israelische Kampfhubschrauber mehrere Ziele zwischen den libanesischen Ortschaften Majfadun und Schukin an. Dabei wurde ein 20-jähriger Hisbollah-Kämpfer getötet, wie die Organisation mitteilte.

Ein Kampfhubschrauber des amerikanischen Typs Apache feuerte am Freitag eine Rakete in das Stadtzentrum von Nabatijeh ab, die nicht explodierte, bei ihrem Einschlag aber mehrere Läden beschädigte und eine Panik auslöste. Bei einer Explosion in dem dichtbewohnten Gebiet hätte es schwere Verluste geben können, hieß es in libanesischen Sicherheitskreisen.

Bei Bombenanschlägen der Hisbollah am Donnerstag wurde ein Kämpfer der mit Israel verbündeten SLA-Miliz getötet, ein weiteres Mitglied der Südlibanesischen Armee und zwei israelische Soldaten wurden verletzt. Bei anschließenden Gefechten mit libanesischen Guerillakämpfern wurden zwei von ihnen getötet, wie ein israelischer Militärsprecher mitteilte. Israel hat die Vereinten Nationen offiziell unterrichtet, dass es seine Truppen bis zum 7. Juli aus dem seit 1985 besetzten Süden Libanon abziehen will.

Quelle: RPO Archiv

 
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