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Hannover
Supermärkte einigen sich: 15.000 Jobs vorerst gerettet

Hannover. Die 15.000 Beschäftigten der angeschlagenen Supermarktkette Kaiser's Tengelmann können aufatmen: Unter Leitung des Schlichters, Altkanzler Gerhard Schröder (SPD), haben sich gestern in Hannover die Chefs von Tengelmann, Edeka und Rewe auf einen Kompromiss verständigt. Danach soll Rewe seine Klage gegen die Ministererlaubnis bis zum 11. November zurückziehen und den Weg für die Übernahme von Kaiser's durch Edeka freimachen. Im Gegenzug darf Rewe einen Teil der Berliner Kaiser's-Filialen und womöglich einzelne der 97 NRW-Filialen übernehmen, wie es in Branchenkreisen heißt. Damit sind die drohende Zerschlagung der Kette und die Schließung vieler Märkte vom Tisch.

Mit der umstrittenen Ministererlaubnis hatte sich Sigmar Gabriel (SPD) über das Votum des Kartellamts hinweggesetzt, das die Übernahme durch Edeka verbieten wollte. Der Minister verlangt aber, dass die 15.000 Kaiser's-Jobs sieben Jahre erhalten bleiben. Die Beschäftigten könnten nun ein gutes Weihnachtsfest feiern, sagte Gabriel.

NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) lobte die Schlichtung: "Nun gibt es eine langjährige Bestandsgarantie auch für die Beschäftigten von Kaiser's Tengelmann in NRW. Ich danke auch den Unternehmen, die alle bereit waren, ein Stück über ihren Schatten zu springen."

(anh/jd)
 
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