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Aleppo
Syriens Präsident Assad will Rebellen in Aleppo vernichten

Aleppo. Syriens Präsident Baschar al Assad hat in einem Interview betont, dass es für ihn keine Alternative zur Eroberung der Rebellengebiete im Osten Aleppos gibt. "Man muss dieses Gebiet säubern und die Terroristen müssen zurück in die Türkei gedrängt werden, wo sie herkommen, oder getötet werden", sagte Assad der russischen Zeitung "Komsomolskaja Prawda". "Aleppo wird ein sehr wichtiges Sprungbrett dafür sein."

Die russische Luftwaffe unterstützt Syriens Armee in dem Kampf. Beide Staaten werden vom Westen wegen der Angriffe auf Ost-Aleppo scharf kritisiert. Ihnen wird der Beschuss von zivilen Zielen und Kriegsverbrechen vorgeworfen. Russland und Syrien erklärten, sie griffen nur Terroristen in Aleppo an. Über die Stärke der aus al Qaida hervorgegangenen extremistischen Gruppierungen gibt es unterschiedliche Darstellungen. Der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, sprach kürzlich von maximal 900 Extremisten bei den etwa 8000 Rebellen.

US-Präsident Barack Obama und seine engsten Berater werden nach Angaben aus Regierungskreisen wohl noch in dieser Woche direkte militärische Optionen in Syrien abwägen. Eine Option sieht den Informationen zufolge Luftangriffe auf syrische Militärstützpunkte, Luftabwehrstellungen und Munitionsdepots vor. Eine direkte Konfrontation mit den Russen will Obama allerdings vermeiden.

(rtr)
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