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Berlin
Täglich kommen weniger als 100 Flüchtlinge

Berlin. Die faktische Schließung der Balkanroute lässt auch die Zahl der in Deutschland ankommenden Flüchtlinge drastisch sinken. Die Bundespolizei registrierte an den bayerischen Grenzen in den vergangenen beiden Tagen jeweils nur rund 90 Migranten. In den ersten zehn März-Tagen waren es insgesamt 2490 und damit weniger als noch im Januar an einem einzigen Tag. Dafür spitzt sich die Situation in Griechenland zu, wo damit gerechnet wird, dass bis zum Monatsende rund 100.000 Flüchtlinge festsitzen werden.

Gestern kamen rund 900 Menschen in Piräus an. Weiterhin treten täglich Hunderte mit Schlauchbooten den gefährlichen Seeweg von der Türkei zu den griechischen Inseln an. Zwar haben inzwischen 800 Menschen den geschlossenen Übergang Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze verlassen, doch immer noch harren dort 12.500 Männer, Frauen und Kinder aus. "Wenn die Hilfsorganisationen nicht wären, würden die Menschen hier verhungern", berichtete der Arbeiter-Samariter-Bund aus Idomeni.

(may-)
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