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Flüchtlinge
Tausende fordern Grenzöffnung zu Mazedonien

Athen. In den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln liegen die Nerven blank. Immer wieder kommt es zu teils gewaltsamen Zwischenfällen. Kurz vor Beginn der zwischen der EU und der Türkei vereinbarten Rückführung illegal eingewanderter Flüchtlinge in die Türkei forderten Migranten auf Lesbos mit Transparenten am Zaun eines Lagers bei Moria: "Tötet uns hier, aber schickt uns nicht in die Türkei zurück." Im Flüchtlingscamp Nea Kavala sind die Menschen in den Hungerstreik getreten, auf der Insel Chios und im Lager von Idomeni gerieten die Menschen untereinander und mit der Polizei aneinander. Derzeit halten sich in Griechenland mehr als 50.000 Flüchtlinge und Migranten auf. Allein in Idomeni hoffen 12.000 Menschen noch immer darauf, dass Mazedonien die Grenze wieder öffnet und sie weiter Richtung Deutschland gelangen.

Die früher massenhaft genutzte Balkanroute ist inzwischen blockiert. In den kommenden Tagen will das griechische Parlament über eine Gesetzesvorlage debattieren, auf deren Grundlage der Flüchtlingspakt zwischen der EU und der Türkei umgesetzt wird. Dabei geht es unter anderem um die Rechtmäßigkeit der Rückführung von Flüchtlingen und Migranten in die Türkei. Diese soll am 4. April beginnen.

(dpa)
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