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Stichwort
Tempo-Sünder

Man muss nicht katholisch sein, um zu sündigen. Wer im Straßenverkehr zum Beispiel zu schnell unterwegs ist, macht sich konfessionsübergreifend zum Tempo-Sünder. Was aber hat der uralte religiöse Begriff in der säkularen Verkehrsordnung zu suchen? Auch der Berliner Erzbischof Heiner Koch fragt in seinem Festvortrag anlässlich der 20-Jahr-Feier der Bußgeldstelle Brandenburg, welcher geheime Zusammenhang zwischen Recht und Religion bestehe. Es habe ja schon im Mittelalter Bußbücher gegeben, die Sünden samt Sühnetarif auflisteten. Monate des Fastens oder andere Werke der Frömmigkeit als Zeichen der Reue sieht der Bußgeldkatalog heute aber wohl kaum mehr vor. Viele wären angesichts des Verkehrschaos auf den NRW Straßen ja froh, überhaupt mal wieder schnell(er) fahren zu können. jra
Quelle: RP
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