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Mülheim
Tengelmann stoppt vorerst Zerschlagung von Kaiser's

Mülheim. Die gefürchtete Zerschlagung der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann ist vorläufig gestoppt. Der Eigentümer und Konzernchef Karl-Erivan Haub kündigte nach einer Aufsichtsratssitzung an, er wolle dem Runden Tisch mit Vertretern der Handelsunternehmen Edeka, Rewe und Markant sowie der Gewerkschaft Verdi zwei Wochen Zeit geben, eine Lösung zu finden. Die Runde hatte ihr erstes Gespräch am Donnerstag ohne greifbares Ergebnis beendet und will sich in der kommenden Woche erneut treffen. Sollten die Verhandlungen scheitern, würde mit dem Verkauf einzelner Filialen begonnen, kündigte Haub an.

Als möglicher Ausweg erscheint noch der Verkauf von ganzen Filialpaketen an mehrere Konkurrenten. Die Hoffnung: Bei einer solchen Lösung könnten mehr Arbeitsplätze gerettet werden als bei einem Einzelverkauf der Läden. Aber auch die Verteilung der Niederlassungen müsse vom Kartellamt überprüft werden, heißt es.

Die ursprünglich geplante Komplettübernahme von Kaiser's Tengelmann durch Edeka scheint damit endgültig vom Tisch zu sein. Offenbar glaubt niemand, dass die Ministererlaubnis, die Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel erteilt hatte, vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf Bestand haben wird. Die Verhandlung dort soll am 16. November beginnen.

(gw)
 
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