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Pathankot
Terror gefährdet Aussöhnung Indiens und Pakistans

Pathankot. Die Angreifer trugen angeblich Armeeuniformen, als sie in aller Frühe am Samstagmorgen in den Stützpunkt eindrangen und das Feuer eröffneten. Nur eine Woche nach dem Überraschungsbesuch von Indiens Regierungschef Narendra Modi in Pakistan hat ein Terrorangriff auf eine Luftwaffenbasis in der nordwestindischen Stadt Pathankot die neue Friedensinitiative schwer belastet. Auch gestern gingen die Gefechte weiter, da sich noch Angreifer auf dem weitläufigen Gelände versteckt hielten. Mindestens sieben Soldaten und vier Attentäter starben.

Indien vermutet die pakistanische Islamistengruppe Jaish-e-Mohammed hinter der Tat - Pathankot liegt nur 50 Kilometer von der Grenze zu Pakistan entfernt. Die Attacke zielte offenbar darauf, die Friedensbemühungen zunichte zu machen. Am 25. Dezember war Modi überraschend nach Pakistan gereist, um seinem Kollegen Nawaz Sharif zum 66. Geburtstag zu gratulieren. Es war das erste Mal seit zwölf Jahren, dass ein indischer Premier pakistanischen Boden betrat. Das Treffen hatte weltweit Hoffnungen auf Annäherung zwischen den verfeindeten Atommächten geschürt. Modi und Sharif hatten vereinbart, den Dialog Mitte Januar fortzusetzen.

Aus indischen Sicherheitskreisen hieß es, die Angreifer seien im pakistanischen Teil Kaschmirs trainiert worden. Jaish-e-Mohammed kämpft für eine Abspaltung Kaschmirs von Indien. Sie ist zwar in Pakistan verboten, findet dort aber offenbar dennoch Unterschlupf.

(möll)
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