kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

FBI-Agent sagt im Hamburger Prozess aus: Terrorpiloten bekamen über 200.000 Dollar aus den Emiraten

zuletzt aktualisiert: 10.12.2002 - 14:42

Hamburg (rpo). Die Terrorpiloten vom 11. September haben Geld aus den Vereinigten Arabischen Emiraten erhalten. Mindestns 200.000 Dollar sollen zur Finanzierung der Attentate in die USA geflossen sein.

Die Finanzierung der Terroranschläge vom 11. September 2001 erfolgte offenbar überwiegend aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Von hier aus seien 200.000 Dollar (rund 200.000 Euro) an die Terroristen in die USA überwiesen worden, erklärte der amerikanische FBI-Agent Matthew Walsh am Dienstag als Zeuge im Terrorprozess vor dem Hamburger Oberlandesgericht. Allein die Terrorpiloten Mohammed Atta und Marwan Alshehhi hätten rund 110.000 Dollar (rund 110.000 Euro) erhalten, sagte Walsh.

Das Geld sei von insgesamt drei Männern aus den Emiraten überwiesen worden, über die man allerdings außer den Namen keine weiteren Informationen habe, sagte der Zeuge. Kurz vor dem Anschlag hätten die Terroristen nicht benötigtes Geld aus den USA wieder in die Emirate zurück überwiesen. Zugleich berichtete Walsh, dass der mutmaßliche Terrorhelfer Ramzi Binalshibh zwischen Juni und September 2000 unter dem Namen Ahad Sabed von Deutschland aus rund 10.000 Dollar (rund 10.000 Euro) auf ein gemeinsames Konto von Atta und Alshehhi in Florida überwiesen habe.

Passagier Kehle durchgeschnitten

Walsh gab außerdem Details der Flugzeugentführungen bekannt. So sei in dem von Atta geflogenen Flugzeug einem Passagier die Kehle durchgeschnitten worden. Das habe eine Zeugin während des Fluges der Flugaufsicht mitgeteilt. Die Entführer hätten außerdem über Funk mitgeteilt, dass sie mehrere Flugzeuge in ihrer Gewalt hätten. Die Passagiere seien mit der Aussage beruhigt worden, ihnen werde nichts passieren und man kehre zum Startflughafen zurück.

Der Zeuge, der von einem Anwalt der US-Justiz begleitet wurde, ließ auf Grund einer eingeschränkten Aussagegenehmigung zahlreiche Fragen des Gerichts unbeantwortet. Dazu zählten insbesondere Details über Binalshibh und die Vorbereitungen der Terroranschläge.

In der nächsten Woche will das Gericht zu einer Zeugenvernehmung in die USA reisen. Vom 17. bis 19. Dezember soll dort der mutmaßliche El-Kaida-Terrorist Ahmed Ressam gehört werden. Ihm wird vorgeworfen, zum Jahreswechsel 1999/2000 einen Anschlag auf den Flughafen von Los Angeles geplant zu haben. Neben drei Richtern und Vertretern der Bundesanwaltschaft wird auch ein Verteidiger des Angeklagten Mounir El Motassadeq in die USA reisen.

Quelle: RPO Archiv

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Die Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks in Datteln gehört zu den wichtigsten Streitpunkten in den Koalitionsverhandlungen von SPD und G ... mehr 

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Der Bundespräsident hinterlässt bei seinem ersten Staatsbesuch in Israel seine eigene Handschrift. Der Empfang durch Präsident Schimon Peres ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Drohender Verzug bei Bergung der Abfälle

Altmaier besucht Atommülllager Asse

US-Präsident bestimmt Ziele der Drohnenangriffe

Obama wacht persönlich über "Todesliste"

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

Politik ist langweilig? Vergessen Sie's!

reichstag berlin kuppel DDP 2005-0801

Politik ist Drama, Komödie und gelegentlich großes Kino. Aus Berlin schauen unsere Korrespondenten auf das Geschehen.

Top-Services