"Weg mit "orkanartigem Gegenwind": Teufels Attacke gegen Bundes-CDU
zuletzt aktualisiert: 04.02.2001 - 11:52Berlin/Stuttgart (dpa). Sieben Wochen vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz hat der Stuttgarter CDU- Ministerpräsident Erwin Teufel die Bundesspitze seiner Partei attackiert. Der CDU-Kandidat vermisst vor allem den Rückenwind der Parteiführung für einen Wahlsieg am 25. März. Zitate aus einem Interview der "Welt am Sonntag":
"Die CDU gibt zur Zeit auf Bundesebene ein verheerendes Bild ab."
"Statt Führung und Sachpolitik wird der Öffentlichkeit heillose Zerstrittenheit vorgeführt."
"Ich habe kein Verständnis mehr dafür, wenn Mitglieder der Führung in Berlin, die für die CDU schließlich die Verantwortung tragen, sich öffentlich Sorgen über den Zustand der Partei machen."
Es müsse "sofort und ein für alle Mal Schluss sein mit dem völlig überflüssigen Geschwätz über eine Kanzlerkandidatur zur Unzeit".
"Was nützt am Ende der beste Kanzlerkandidat, wenn er kein Sachprogramm vorweisen kann, mit dem der rot-grünen Regierung Schröder erfolgreich Paroli geboten werden kann und mit dem sich Wahlen gewinnen lassen?"
"Wir wollen in Baden-Württemberg mit einem guten Landtagswahlergebnis dazu beitragen, dass es mit der CDU bundesweit wieder aufwärts geht."
"Wenn wir von der Bundes-CDU schon keinen Rückenwind bekommen, sollte sie uns wenigstens mit orkanartigem Gegenwind verschonen. Darauf haben unserer Mitglieder und Anhänger einen Anspruch."
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