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Nitrat in NRW
Teure Gülle

Nitrat in NRW: Teure Gülle
Ein Landwirt fährt Dung mit einem alten Güllefass aus. FOTO: Busch
Düsseldorf. Die Messwerte waren schon lange schlecht und sind nicht besser geworden: Der Nitrat-Gehalt im Grundwasser liegt an jeder fünften Messstelle in Nordrhein-Westfalen über dem Grenzwert. Von Christina Rentmeister

Verursacher sind fast ausschließlich Landwirte. Mit Gülle kippen sie auch Nitrat auf die Felder. Das wäre kein Problem, würden sie nur so viel düngen, wie die Pflanzen für ihr Wachstum brauchen. Aber: Die Tierbestände werden immer größer, damit auch die Güllemengen. Um diese billig loszuwerden, überdüngen viele Bauern ihre Felder. Das überflüssige Nitrat landet über das Grundwasser im Trinkwasser, das dann aufwendig gefiltert werden muss.

Das Problem ist seit Jahren bekannt, Maßnahmen der EU haben nicht geholfen - obwohl einige Landwirte inzwischen bewusst gegensteuern. Aber eben nicht alle. Die Landwirte müssen mit stärkerer Überwachung gezwungen werden, ihre überschüssige Gülle auf anderen Wegen zu entsorgen. Indem sie sie etwa an Kollegen abgeben, die selbst keine Gülle für ihre Felder haben. Ja, der Transport kostet. Doch wer den Mist verursacht, muss auch dafür zahlen.

Lesen Sie hier unseren Artikel über Landwirt Platen in Viersen.

Diese Maßnahmen sollen den Nitratgehalt im Grundwasser regeln.

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Quelle: RP
 
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