Interne Konflikte unter kurdischen Parteien: Tote bei Kämpfen zwischen PKK und PUK in Nordirak
zuletzt aktualisiert: 16.09.2000 - 15:42Istanbul (dpa). Bei Kämpfen unter Kurden im Nordirak hat es eine Reihe von Toten gegeben. Wie die "Turkish Daily News" in ihrer Samstagsausgabe berichtete, wurden bei den Gefechten zwischen der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) und der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) 15 PKK-Rebellen getötet.
Der private Fernsehsender "CNN Türk" meldete zehn Tote auf Seiten der PKK. PUK-Chef Dschalal Talabani war vor kurzem zu Besuch in der Türkei und wurde unter anderem von Ministerpräsident Bülent Ecevit empfangen. Eine türkische Militärdelegation soll Talabani kurz vor Beginn der jetzigen Kämpfe im Nordirak besucht haben, hieß es.
Nach dem Friedensaufruf von PKK-Chef Abdullah Öcalan hatten Hunderte Rebellen die Türkei verlassen und sich teilweise in den Nordirak zurückgezogen. Der auf der Gefängnis-Insel Imrali inhaftierte Öcalan war vor gut einem Jahr wegen Hochverrats und zahlreicher Morde zum Tode verurteilt worden. Die Türkei will jedoch eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte abwarten. Nach türkischen Angaben sind seit 1984 bei Kämpfen zwischen der PKK und dem türkischen Militär mehr als 32 000 Menschen getötet worden. In den vergangenen Monaten hat sich die Lage im Osten und Südosten der Türkei aber deutlich entspannt.
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