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Viertel der Emissionen kommt aus Nordamerika: Trittin mahnt USA zu Klimaschutz

zuletzt aktualisiert: 28.03.2001 - 15:23

Hannover (rpo/dpa). Endlich darf Jürgen Trittin sich mal wieder zu einem Sachthema äußern: Der Bundesumweltminister hat die USA zu Anstrengungen für den Klimaschutz aufgefordert. "Wir erwarten, dass die Amerikaner bei der Erfüllung des Kyoto-Protokolls eine konstruktive Rolle einnehmen", sagte Trittin der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (Mittwoch-Ausgabe).

Immerhin seien die USA allein für ein Viertel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen verantwortlich.

US-Präsident George W. Bush hatte kürzlich angekündigt, seine Regierung fühle sich nicht an frühere Zusagen gebunden, den Ausstoß der so genannten Treibhausgase stufenweise zu verringern. Ohne eine solche Begrenzung gilt es als höchst zweifelhaft, dass das Land seine Verpflichtungen aus dem Klima-Protokoll von Kyoto erfüllen kann. "Das Kyoto-Protokoll ist der von allen Staaten gemeinsam ausgehandelte Rahmen, den wir mit konkreten Maßnahmen ausfüllen müssen", sagte Trittin. "Dazu gibt es keine Alternative. Das Kyoto-Protokoll kann nicht zur Disposition stehen."

Der grüne Minister verwies auf die im November gescheiterte Klimakonferenz in Den Haag. Dort sei man den Amerikanern bereits sehr weit entgegengekommen. Bei der Folgekonferenz in Bonn im Juli dieses Jahres komme es nun darauf an, den Durchbruch zur Ratifizierung zu schaffen, ohne die ökologische Integrität des Kyoto-Protokolls zu gefährden. Bundeskanzler Gerhard Schröder fliegt am Mittwochabend in die USA und will im Auftrag des EU-Gipfels die Besorgnis der Europäer über die amerikanische Haltung zum Klimaschutz ansprechen.

Quelle: RPO Archiv

 
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