Um sich ein Bild von der Gefährdung zu machen: Trittin schickt Experten in Chemieregionen
zuletzt aktualisiert: 16.08.2002 - 15:21Berlin (rpo). Um sich ein verlässliches Bild von der kritischen Lage an den Chemie-Standorten zu machen, hat Bundesumweltminister Jürgen Trittin Experten in die Hochwasser-Regionen Bitterfeld und Tschechien geschickt.
Wegen der zugespitzten Hochwasserlage um die Chemiestandorte Bitterfeld in Sachsen-Anhalt und Neratovice in Tschechien hat Bundesumweltminister Jürgen Trittin Experten in die Region geschickt. Das Ministeriums teilte am Freitag in Berlin mit, der Vorsitzende der Störfallkommission, Christian Jochum, mache sich in Bitterfeld ein Bild von der Gefährdungslage. In Tschechien nähmen in Absprache mit den dortigen Behörden deutsche Wasserexperten per Hubschrauber Wasserproben beim Chemiewerk Spolana in Neratovice.
Nach Mitteilung des tschechischen Umweltministeriums war dort in der Nacht zum Freitag ein Chemikalienlager kontrolliert geflutet worden. Eine akute Gefährdung für eine unkontrollierbare Verseuchung des Elbe-Wassers bestehe derzeit nicht, da das Wasser in dem wannenförmigen Lager zurückgehalten werde. Das tschechische Ministerium habe angekündigt, Wasserproben beim Betriebsgelände in Neratovice zu nehmen, teilte das Bundesumweltministerium mit.
Auf dem Gelände des an der Elbe gelegenen tschechischen Chemiewerks Spolana hatte es am Donnerstag eine Chlorgasverpuffung gegeben. Nach offiziellen Angaben lagern dort als Altlast 250.000 Kilogramm Quecksilberverbindungen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum

