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Mann aus Köln
Türkei lässt erneut Deutschen im Ausland festnehmen

Türkei lässt erneut Deutschen im Ausland festnehmen
Die Festnahme erfolgte auf Grundlage einer "Red Notice" bei Interpol (Symbolbild). FOTO: dpa
Kiew/Köln. Nach Medienberichten ist auf Ersuchen der Türkei ein deutscher Staatsbürger im Ausland festgenommen worden. Der Kölner Kemal K. wurde bereits im Juli in der Ukraine verhaftet. Er darf das Land nicht verlassen. 

Die berichten "Süddeutsche Zeitung", WDR und NDR berichten. Die türkischen Behörden werfen K. vor, in zwei Morde verstrickt zu sein. K. reiste aus privaten Gründen in das Land.

Die Festnahme erfolgte wie im Fall des im August in Spanien festgesetzten deutsch-türkischen Schriftstellers Dogan Akhanli auf Grundlage einer "Red Notice" bei Interpol.

2007 politisches Asyl in Deutschland bekommen

Kemal K. sei 2007 nach Deutschland geflohen, habe politisches Asyl erhalten und sei 2016 eingebürgert worden. In der Türkei war er dem Bericht zufolge in der kommunistischen Partei TKP/ML aktiv. K. sei mit einer Ukrainerin verheiratet und aus privaten Gründen in das Land gereist, hieß es in dem Medienbericht weiter. Zuvor habe die Generalstaatsanwaltschaft Köln ihn vor einer Auslandsreise gewarnt.

Kemal K. sei 2007 in Baden-Württemberg für mehrere Monate inhaftiert gewesen, das Oberlandesgericht Karlsruhe habe seiner Auslieferung damals jedoch wegen "erheblicher Zweifel am Vorliegen eines hinreichenden Tatverdachts" nicht zugestimmt.

Erst vor wenigen Tagen hatte Spanien die Auslieferung des türkischstämmigen Deutschen Dogan Akhanli abgelehnt, der am 19. August während eines Spanien-Urlaubs in Granada aufgrund eines türkischen Haftbefehls festgenommen worden war.

 
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